Mathias Schmitten, neuer Leiter des Zentrums Freiwilligendienste
Mathias Schmitten ist neuer Leiter des Zentrums Freiwilligendienste der Diakonie RWL. Er folgt auf Jürgen Thor, der seit 1. Oktober im Ruhestand ist. Schmitten hat mehrere Jahre als Bildungsreferent für die Diakonie RWL gearbeitet und Freiwillige begleitet. Seit 2016 war er kaufmännischer Teamleiter im Zentrum Freiwilligendienste. Wir haben ihn gefragt, welchen Beitrag die Freiwilligendienste für eine bessere Welt leisten.
„Wir sind Erfahrungshelfer“ sagt Rainer Holt, Regionalberater für Freiwillige im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen. Oder „genauer, wir ermöglichen Erfahrungen“. Für Freiwillige, die bereit sind, sich für ein Jahr auf eine besondere Herausforderung einzulassen. Und für die Einrichtungen, die sich darauf einlassen, dass Freiwillige frischen Wind und eigene Ideen einbringen. Nach 35 Jahren Erfahrung in der Begleitung von Zivildienstleistenden und Freiwilligen weiß Rainer Holt, wie Erfahrungshilfe geht.
FSJ, BFD oder Weltwärts – Für viele junge Menschen gehört ein Freiwilligendienst nach ihrem Schulabschluss dazu. Sozial benachteiligte Jugendliche nehmen diese Programme häufig nicht wahr. Die Diakonie RWL will diese Lücke mit dem Programm "Move" schließen und hat jetzt die Plätze verdoppelt.
In der letzten Seminarwoche der Gruppe W1801 ging es um Abschied, vor allem um Abschied der Teilnehmenden voneinander. Letzte Gelegenheiten, noch einmal gemeinsam Themen zu diskutieren, zu erzählen und zu spielen. Und am vorletzten Seminartag ging es um einen frischen Rückblick auf Erfahrungen aus dem Freiwilligendienst.
"Ich bin 21 Jahre alt und leiste mein FSJ in einer Kita. Die Kinder akzeptieren mich und ich akzeptiere die Kinder. Mittlerweile bin ich dank des FSJ fest entschlossen, eine Ausbildung als Erzieher zu machen.“ Das hat Raphael Pereira 2015 in einem Imagevideo der Diakonie RWL erklärt. Vor ein paar Tagen hatte er am Berufskolleg Michaelshoven seine letzte Prüfung. Wir waren neugierig, wie Raphael sein FSJ heute bewertet. "Es war die perfekte Vorbereitung auf die Ausbildung", erzählt er im Rückblick.
Berlin, 10 Uhr, Alexanderplatz. Während die Sonne über der Stadt aufgeht ist die Exkursionsgruppe Berlin bereits unterwegs. Auf dem Tagesprogramm befindet sich der erste Punkt - Streetart Tour durch die Hauptstadt.
Am Stand der Evangelischen Freiwilligendienste wurde viel diskutiert - zum Beispiel darüber, wie der Freiwilligendienst noch attraktiver werden kann, was die Politik tun muss und was diakonische und kirchliche Einrichtungen aus eigenen Kräften noch verbessern können. Gäste waren unter anderem Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, die Sozialpolitische Vorständin der Diakonie Deutschland, Maria Loheide und Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Am Stand der Evangelischen Freiwilligendienste gab es wieder prominente Besucherinnen und Besucher. Staatssekretär Andreas Bothe nahm sich über eine halbe Stunde Zeit, um mit Freiwilligen und Hauptamtlichen darüber nachzudenken, wie der Freiwilligendienst verbessert werden kann. Daneben gab es viele weitere Aktionen der Freiwilligendienste auf dem Kirchentag.
Die Evangelischen Freiwilligendienste sind auf dem Kirchentag in Dortmund mit Ständen und vielen Aktionen vertreten. Fotos und Videos vom ersten Tag am Stand mit prominenten Besuchern und vom Poetry Slam im Zentrum Jugend.
Der letzte Seminarblock im FSJ und BFD dient immer auch dem Rückblick auf ein besonderes Jahr. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe S1802 haben dafür ein besonderes Format gewählt: "Mein FSJ auf einem Bild". Entstanden sind kleine Kunstwerke, die neue Perspektiven auf die Erlebnisse und Erfahrungen aus dem Freiwilligendienst bieten.