Portrait
Portrait: Engagierter Ruhestand im Bundesfreiwilligendienst
Marion Sczepek: Aus einem Freiwilligenjahr wird dauerhaftes Engagement

Nach 39 Jahren bei Post und Telekom entschied sich Marion Sczepek für einen Freiwilligendienst in einem Essener Altenzentrum – und blieb. Aus dem Miteinander entstanden Beziehungen, die sie bis heute als Ehrenamtliche weiterführt: Sie begleitet Bewohnerinnen, die sonst niemanden haben, und leitet ihre eigene Gruppe.

Nicht von 100 auf 0
Freiwilligendienst 60plus als Brücke in ein wirksames Engagement

Nicht von 100 auf 0: Jürgen Schwarzbeck entschied sich im Übergang in den Ruhestand für einen Bundesfreiwilligendienst. Er steht beispielhaft für Menschen 60plus, die ihre Erfahrung einbringen und wirksam mitgestalten könnten.

Portrait von Mathias Schmitten
Geplante Kürzungen bei Freiwilligendiensten gestoppt. Unsicherheit bleibt
„Wir lassen Freiwillige und Einsatzstellen nicht im Regen stehen“

Nach dem Erfolg der Petition "Freiwilligendienste stärken", öffentlichen Protesten und vielen Fachgesprächen mit Politiker*innen wurden die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen bei den Freiwilligendiensten zurückgenommen. Da der Bundeshaushalt aber noch nicht verabschiedet ist, bleibt die Unsicherheit bestehen. "Wir lassen die Freiwilligen und die Einsatzstellen auf keinen Fall im Regen stehen", sagt Mathias Schmitten, Leiter des Zentrums Freiwilligendienste der Diakonie RWL.

Megaphon mit Aufschrift: NRW bleib sozial!
Demonstration vor dem Landtag am 19. Oktober 2023
Für ein soziales Nordhrein-Westfalen

In den kommenden Jahren können weniger Menschen Freiwilligenarbeit leisten. Die Bundesregierung plant, die Förderung zu kürzen. Hinzu kommt, dass es insgesamt nicht ausreichend Geld für soziale Arbeit gibt. Viele Kindertagesstätten oder Nachmittagsangebote in Nordrhein-Westfalen können zum Beispiel keine Freiwilligen einstellen, weil das Geld dafür fehlt. Am 19. Oktober soll vor dem Düsseldorfer Landtag gegen den Abbau sozialer Leistungen in NRW protestiert werden.

Portrait
Debatte um Wehr- & Pflichtdienst
"Rechtsanspruch auf Freiwilligendienst"

„Wir haben immer wieder die Diskussion darüber, ob es nicht sinnvoll wäre, ein verpflichtendes soziales Jahr einzuführen. Wir sind der Ansicht, das würde uns gar nicht helfen“, meint Mathias Schmitten, Leiter des Zentrums Freiwilligendienste der Diakonie RWL. Als im Jahr 2011 der Zivildienst ausgesetzt wurde, habe man nie gedacht, dass es so viele Freiwillige geben würde. Und die Zahl der Freiwilligen könne noch deutlich steigen, wenn die Politik die Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste verbessert, statt über einen neuen Pflichtdienst zu debattieren. Mathias Schmitten erklärt, wo Bund und Länder mehr tun könnten.

Gruppe auf Dachterasse, im Hintergrund untergehende Sonne
Blitzlichter aus den Seminaren
Mit dem BFD ü27 und zwanzig Nationalitäten in der Hauptstadt

In den Freiwilligendiensten hat man oft besondere Momente, aber manchmal gibt es welche, die setzen noch einen drauf. So zum Bespiel der erste Abend auf der Dachterrasse des CVJM-Hauses unserer BFD ü27-Exkursion nach Berlin. Unter den 27 Teilnehmenden waren zwanzig verschiedene Nationalitäten vertreten und die Hauptstadt hieß uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang und Weitblick über die Stadt willkommen. 

Gruppenbild
Portrait: Engagierter Ruhestand im Bundesfreiwilligendienst
Wenn Begegnung zum Engagement wird: Gudrun Wilbert über Nähe, Zuhören und das Da-Sein für andere

Nach einem langen Berufsleben noch einmal etwas ganz Neues beginnen und dabei für andere da sein: Gudrun Wilbert entschied sich für einen Bundesfreiwilligendienst in der Geriatrie. Im BFD fand sie dafür einen klaren, begleiteten Rahmen und eine Aufgabe, die sie als unmittelbar sinnvoll erlebt.

Gruppe beim Padeln
Blitzlichter aus den Seminaren
FSJ & BFD: Freiwilligencamp am Eyller See

Der Eyller See ist ein versteckter, völlig von Bäumen umrahmter See in der Nähe von Kerken. Hier findet einmal im Jahr ein besonderes Abschlussseminar statt. Freiwillige aus mehreren Gruppen kommen zusammen, übernachten in Blockhütten oder selbst mitgebrachten Zelten und füllen den Slogan „Leben erleben“ in kreativen und abenteuerlichen Workshops. 

Beim Corona-Gruß mit Ellenbogen
Gute Chancen für den "Corona-Jahrgang"
FSJ & BFD statt Kompromisse bei der Ausbildungssuche

Der Ausbildungsplatz gestrichen oder erst gar nicht in Sicht – Allein in NRW stehen bislang knapp 13.000 Lehrstellen weniger zur Verfügung als 2019. Statt sich nun auf eine Ausbildung oder auf ein Studium zweiter Wahl einzulassen, starten viele Jugendliche im August und September in ein FSJ oder einen BfD. 

Freiwilliger im Gespräch mit Kind
Freizeitangebot für Kinder aus Flutgebieten
Freiwillige unterstützen Projekt der Diakonie RWL

Kein Geheul von Sirenen und Hubschraubern, kein Staub und Schlamm mehr –Kinder aus den stark betroffenen Hochwassergebieten kommen in den Ferienfreizeiten der Diakonie RWL-Freiwilligendienste zur Ruhe. Sie dürfen draußen spielen, auf Schatzsuche gehen, Freundschaften schließen. Und wenn sie über ihre Erlebnisse und Sorgen sprechen möchten, sind Pädagog*innen und Freiwillige für sie da.