Der Bundesfreiwilligendienst wird 10. Der runde Geburtstag ist am 1. Juli 2021. Auf den ersten Blick kein großer Grund zum feiern, denn das FSJ gab es schon lange vorher. Mit Einführung des BFD konnten aber erstmals auch ältere Erwachsene einen Freiwilligendienst machen. Und die Erfahrungen sind sehr gut. Bei der Diakonie RWL sind jährlich rund 1000 Freiwillige im BFD. 10% von ihnen sind im Alter zwischen 27 und 80 Jahre.

Presse

Mathias Schmitten Leiter des Zentrums Freiwilligendienste

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Mathias Schmitten
Zentrumsleiter
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Mobil 0151 74123231
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Freiwillige der "ersten Stunde"

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„Ich gehörte zum ersten Jahrgang im BFD ü27. Der Einsatz im Heim hat mir sehr viel Freude gemacht. Im Anschluss habe ich dort viele Jahre ehrenamtlich weiter gearbeitet. Bis Corona kam. Ich bin sehr traurig, nicht mehr da zu sein." Helga Karrasch, 64
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BFD ü27: Immer noch wenig bekannt

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"Nach 20 Jahren als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte hatte ich eine neue Berufung gesucht. Im BFD habe ich sie gefunden. Jetzt mache ich eine Ausbildung als Erzieherin." Nina Kaute, 41

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"Als selbstständiger Sänger gehörte ich beruflich zu den ersten Corona-Opfern. Jetzt mach ich einen BFD. Daraus ergeben sich gerade neue Perspektiven für mich." Tilman Koegel, 59

BFD unter 27: Start in die Berufswelt

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"Der BFD ist mein erster Job. Im Tagestreff für Wohnunglose lerne ich, wie man mit ganz unterschiedlichen Menschen klarkommt. Mit den gesammelten Erfahrungen habe ich ein Fundament für meine Ausbildung geschaffen." Ilias Ajnaou, 20

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"Ich habe meinen Freiwilligendienst während der Corona Pandemie in einem Krankenhaus gemacht. Ich habe in diesem Jahr viel über mich selbst und die Arbeit im Krankenhaus, mit den Patienten und den verschiedenen Kollegen gelernt. Diese Erfahrungen haben mich darin bestätigt, dass ich nach dem BFD Medizin studieren werde. Ich kann es jedem nur empfehlen." Johanna Bretz , 20

10 Jahre BFD - ein Grund zum Feiern?

Für junge Leute unter 27 hat sich mit dem BFD wenig geändert. FSJ und BFD sind für sie das Gleiche. Das FSJ gibt es schon seit 1964. Den Vorläufer, das diakonische Jahr, schon seit 1954. Wozu wird das Jubiliäum dann gefeiert?

10 Jahre BFD sind ein Grund zum Feiern!

Mit dem BFD wurden die Freiwilligendienste deutlich gestärkt und noch gefragter. Durch das gemeinsame Engagement von Bundesregierung und Verbänden hatte sich die Zahl der Freiwilligen in Deutschland in kurzer Zeit verdoppelt - von rund  50.000 im FSJ 2011 auf 100.000 nur ein Jahr später. Wesentlich dazu beigetragen hatte die bessere Ausstattung des BFD im Vergleich zum FSJ und eine starke Werbekampagne für den neuen Freiwilligendienst. Von den 2000 Freiwilligen bei der Diakonie RWL sind aktuell rund 1000 Freiwillige im BFD. Tendenz: steigend. 

10 Jahre BFD ü27 sind ein Grund zum Feiern!

Mit Einführung des BFD haben endlich auch Erwachsene über 27 und ältere Menschen die Chance, einen Freiwilligendienst zu machen. Und das ist wirklich ein Grund zum Feiern!
Leider sind erst zehn Prozent unserer Freiwilligen im BFD über 27. Ein Hindernis ist, dass der BFD ü27 in der Öffentlichkeit immer noch wenig bekannt ist.

Wer macht BFD ü27?

Paul, 28, Maschinenbaustudium abgebrochen, berufliche Neuorientierung: Paul hat sein Studium abgebrochen, nachdem er durch mehrere Klausuren gefallen war. Im Internet fand er Informationen über den Bundesfreiwilligendienst. Jetzt macht Paul einen BFD in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Er überlegt, im Anschluss eine Ausbildung als Heilerzieher zu machen.

Marlies, 46, Bürokauffrau, zurück aus der Familienphase: Als Marlies ihren Beruf verließ, um ihre beiden Kinder groß zu ziehen, wurde dort gerade Windows 2000 eingeführt. Nachdem die „Jüngste“ nun auch aus dem Haus ist, wächst der Wunsch in Marlies, wieder berufstätig zu werden. Ihr BFD in der Verwaltung einer Familienbildungsstätte ist für sie der Einstieg. Nach den guten Erfahrungen sagt sie, "hätte ich mir schon früher mehr zutrauen können".

Michael, 43, Beamter in Sozialbehörde, BFD als Sabbatjahr: Michael sucht neue Erfahrungen und eine Auszeit vom Job. Da die Regelung eines „Sabbatical“ für Beamte grundsätzlich möglich und oft auch finanziell abgefedert ist, sprach Michael mit seinem Vorgesetzten. Das Jahr und damit der BFD wurden genehmigt. Michael macht seinen BFD ü27 als ambulanter Pflegehelfer. 

Astrid, 58, Teamleiterin, Übergang in den Ruhestand: Astrid hat von ihrem Chef bei der Telekom den Vorschlag erhalten, früher als erwartet aus ihrem Beruf auszusteigen. Nach dem Bundesgesetz zum "Engagierten Ruhestand" ist das für viele Beamte bei Post, Postbank und Telekom möglich. Nun engagiert Astrid sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes in der sozialen Betreuung alter Menschen. Die Arbeit macht ihr Spaß und die Bestätigung, die sie dort findet, gibt ihr neues Selbstbewusstsein.

Brigitte, 76, Sekretärin, BFD statt Ehrenamt: Brigitte ist eine lebenserfahrene Frau, sie sich Zeit ihres Lebens engagiert und sozial eingebracht hat. Im Ruhestand möchte sie weiter eingebunden sein. Der geregelte Rahmen im BFD gefällt ihr. Im neuen Team fühlt sie sich wohl und akzeptiert. 

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