Nicht von 100 auf 0

Freiwilligendienst 60+ als Brücke in ein wirksames Engagement

Nicht von 100 auf 0: Jürgen Schwarzbeck entschied sich im Übergang in den Ruhestand für einen Bundesfreiwilligendienst. Er steht beispielhaft für Menschen 60+, die ihre Erfahrung einbringen und wirksam mitgestalten könnten.

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Übergang bewusst gestalten

Als Jürgen Schwarzbeck in den Ruhestand ging, war für ihn eines klar: Er wollte nicht von heute auf morgen aus einem anspruchsvollen Berufsleben herausfallen, sondern den Übergang bewusst gestalten. Mit der Entscheidung für einen Bundesfreiwilligendienst wählte er dafür einen verbindlichen und klar strukturierten Rahmen.

Unmittelbar nach dem Ende seiner Berufstätigkeit begann Jürgen Schwarzbeck seinen Freiwilligendienst in seiner evangelischen Kirchengemeinde. Jürgen ist 62 Jahre alt, hat über 40 Jahre in einem großen Unternehmen gearbeitet und war zuletzt Teamleiter im Personalmanagement. Verantwortung zu übernehmen, mit unterschiedlichen Menschen zu arbeiten und gemeinsam Ziele zu erreichen, gehörte für ihn zum beruflichen Alltag.

Ein starker Rahmen für Engagement

Der Bundesfreiwilligendienst bot ihm dafür einen passenden Rahmen: klar strukturiert, zeitlich verlässlich und mit einer festen Einbindung in ein Team. Jürgen engagiert sich mit 30 Wochenstunden – bewusst mehr, als viele Ehrenämter vorsehen. Gerade diese Verbindlichkeit empfindet er als Stärke. „Es ist ein schöner Einstieg in die Ruhestandsphase – nicht von 100 auf 0 abzubremsen, sondern an einem neuen Ort Verantwortung übernehmen.“

Wirksamkeit im Alltag

In der Gemeinde ist Jürgen in vielfältige Aufgaben eingebunden. Ein Schwerpunkt ist der wöchentliche Mittagstisch: kochen, ausgeben, aufräumen – vor allem aber ins Gespräch kommen. Menschen erzählen von ihren Sorgen, von Schwierigkeiten mit Behörden oder Schreiben, von ganz praktischen Problemen im Alltag. In manchen Situationen kann Jürgen konkret unterstützen – mit Ruhe, Erfahrung und Überblick.

Was ihn dabei besonders trägt, ist die Einbindung als Teil des Teams. Der Bundesfreiwilligendienst ist für ihn eine Rolle mit Verantwortung, Zugehörigkeit und klaren Erwartungen – und zugleich ein Rahmen, der Orientierung gibt und Raum bietet für persönliche Gestaltung.

Engagement, das weitergeht

Der Freiwilligendienst von Jürgen endet im Februar 2026. Dass damit auch sein Engagement endet, ist für ihn keine Frage. Er will sich weiter einbringen – ehrenamtlich, dann freier, mit weniger Stunden und zeitlichen Verpflichtungen.