Bis 2020 wird eine größere Zahl an Beamten aus den "Postnachfolgeunternehmen" Deutsche Post, Postbank und Telekom abschlagsfrei in den "Engagierten Ruhestand" wechseln können. Eine Voraussetzung ist, innerhalb von drei Jahren nach Beginn des Ruhestands einen 12-monatigen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren oder "eine vergleichbare ehrenamtliche Tätigkeit" im Umfang von 1000 Stunden nachzuweisen (oder eine Familienpflegetätigkeit).

Für interessierte Ruheständler könnte sich ein Freiwilligendienst bei der Diakonie lohnen.  Der Bundesfreiwilligendienst ist durch seine eigene gesetzliche Regelung die am klarsten geregelte Möglichkeit, die Bedingungen an den Engagierten Ruhestand innerhalb von 12 Monaten zu erfüllen. Das ist im Grundsatz auch in Teilzeit möglich (mit mindestens 20,1 Stunden). Die Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe bietet mit über 8000 Einsatzstellen im Verbandsgebiet hochwertige Möglichkeiten für ein soziales Engagement in allen Arbeitsfeldern.

Für diakonische Einrichtungen könnte es sich lohnen, um die jungen Ruheständler zu werben, für die der Bundesfreiwilligendienst ein Einstieg in ein langfristiges ehrenamtliches Engagement werden kann.

Bewerber und Bewerberinnen für den „engagierten Ruhestand“ können sich bei den Einsatzstellen oder bei den zuständigen Referent*innen der Diakonie RWL melden. Anders als bei den jungen Freiwilligen kann diese Zielgruppe in der privaten Krankenversicherung bleiben.

Kontakt: Johanne Brinkmann, Christian Carls und Petra Ladwein

» Rechtliche Grundlagen zu BFD und Engagierten Ruhestand 
» Freiwilligendienst in jedem Lebensalter: Bericht aus den Bildungstagen im BFD

» Berichte zu Informationsveranstaltungen 01/2019 in Essen und Köln